German Ink Ordinance (GIO) – Ein neuer Standard für die Konformität von Druckfarben
Bei Resino ist die Einhaltung der German Ink Ordinance (GIO) vollständig in unsere Entwicklungs- und Rohstofffreigabeprozesse integriert. Das Ziel ist klar: sichere, transparente und zukunftsfähige Druckfarbenlösungen für Lebensmittelverpackungen zu gewährleisten.
Mit unserem strukturierten Compliance-Ansatz unterstützen wir unsere Kunden mit Dokumentation, Migrationsbewertung und regulatorischer Beratung — damit Sie die Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicher erfüllen können.
Die German Ink Ordinance (GIO) ist eine der wichtigsten regulatorischen Entwicklungen im Bereich Druckfarben in Europa. Obwohl sie rechtlich nur in Deutschland bindend ist, beeinflusst sie zunehmend Compliance-Strategien im europäischen Markt und dient weltweit als Referenz.
Mit einer vollständigen Anwendung nach dem 31. Dezember 2026 (gemäß aktuellem Zeitplan) müssen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen, dass ihre Formulierungen, Dokumentationen und Compliance-Prozesse den neuen Anforderungen entsprechen.
Die GIO regelt bedruckte Materialien, bei denen eine Migration aus der Farbschicht in Lebensmittel nicht ausgeschlossen werden kann. Wichtig ist, dass sich die Verordnung auf das fertige bedruckte Material bezieht, das in Verkehr gebracht wird – nicht auf die Druckfarbe allein. Sie enthält eine Positivliste zulässiger Stoffe (Anhang 14.1 und 14.2), definierte Migrationsgrenzwerte, Beschränkungen für CMR-Stoffe sowie eine verpflichtende Risikobewertung von NIAS (nicht absichtlich zugesetzte Stoffe).
Obwohl national geregelt, ist die GIO zu einem Referenzrahmen für verantwortungsvolle Formulierungen und regulatorische Transparenz in Europa geworden.
Resinos Compliance-Strategie
Bei Resino ist die Einhaltung der German Ink Ordinance bereits vollständig in unsere Produktentwicklung und Rohstofffreigabe integriert.
Alle absichtlich zugesetzten Stoffe werden systematisch anhand der Positivlisten der GIO (Anhang 14.1 und 14.2) bewertet. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich ein Abgleich mit der EU-Verordnung 10/2011 zur Sicherstellung einer breiteren europäischen Konformität.
Die GIO stellt strenge Anforderungen an Stoffe, die als krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch (CMR) eingestuft sind. Resino verwendet keine absichtlich zugesetzten CMR-Stoffe in GIO-konformen Produkten. Im Rahmen unseres proaktiven Ansatzes wurde ECC (CAS 2386-87-0), das unter CLP als Kategorie-2-Mutagen eingestuft wurde, bereits vor Inkrafttreten vollständig aus dem RESUCAT-Portfolio ersetzt.
Diese frühzeitige Maßnahme gewährleistet langfristige regulatorische Stabilität und reduziert Risiken für unsere Kunden.
Migration, NIAS und Dokumentation
Für bestimmte indirekte Anwendungen können nicht gelistete Stoffe in Einzelfällen verwendet werden, sofern sie nicht als CMR klassifiziert sind und die Migration unter einem toxikologischen Schwellenwert von 0,05 mg/kg (50 ppb) bleibt, basierend auf EFSA-Prinzipien für nicht genotoxische Stoffe.
Die Migration hängt von Faktoren wie Substrattyp, Farbauftrag, Aushärtungsbedingungen und der Gesamtstruktur des bedruckten Materials ab.
Da die GIO das Endprodukt reguliert, muss die Konformität auf dieser Ebene nachgewiesen werden. Resino unterstützt diesen Prozess mit Daten und Leitlinien zur Migrationsbewertung, während Tests am Endprodukt gemäß den Prinzipien der EU-Verordnung 10/2011, geeigneten Simulanzien und definierten Worst-Case-Bedingungen durchgeführt werden.
Die Bewertung von NIAS ist ebenfalls eine zentrale Anforderung der GIO. Bei Resino erfolgt diese Bewertung nach international anerkannten wissenschaftlichen Prinzipien, unterstützt durch Lieferantendaten und kontinuierliche Rohstoffüberwachung.
Zur Sicherstellung der Transparenz stellen wir eine Statement of Composition (SoC) gemäß den EuPIA-Prinzipien bereit. Diese Dokumentation unterstützt unsere Kunden bei der Einhaltung der Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 sowie der Guten Herstellungspraxis (EG Nr. 2023/2006).
Bei Resino ist die Einhaltung der German Ink Ordinance von Anfang an in die Formulierung integriert — für verantwortungsvolle, transparente und zukunftssichere Druckfarbenlösungen.